Infoveranstaltung Stiftungsarbeit

Begehung im Itzbachtal

Am 17. Mai 2025 um 10:00 Uhr luden die Klimapatinnen der Gemeinde Rehlingen-Siersburg (KlikKS), zu einer Begehung im Itzbachtal, bei der Karsten-Nendel-Stiftung ein.

Insgesamt nahmen mehr als 30 Interessierte an der Veranstaltung teil.

In der Eröffnung wurde ein einprägender Blick auf die Geschichte, sowohl kulturhistorisch als auch in botanischer Sicht, des Itzbachtales. Im Anschluss wurde den Interessierten die Arbeit der Stiftung, sowohl in Itzbach, aber auch am Projektstandort Linum dargestellt.

Als weiterer Gast war Herr Dr. Christoph Bernd, vom Büro für Freilandforschungen, eingeladen.
Dr. Bernd ist der Experte für Artenschutz und Umweltbildung, der die Stiftung bereits beim 1. internationalen Workcamp zur Einrichtung des Eidechsenlebensraumes beriet.

Auch beim 2. Workcamp dieses Jahr, das den Interessierten vorgestellt wurde, steht Herr Dr. Bernd planerisch und beratend zur Seite. Weiter gab er einen Überblick über die auf dem Stiftungsgelände gefundenen, stark bedrohten Amphibien.

Im Anschluss an die theoretische Runde führte Andreas Kiefer alle über das Gelände der Stiftung und stellte einige Areale genauer vor, zudem konnten Steicheleinheiten bei den hauseigenen Ziegen und Schafen ausgeteilt werden. Auch hier konnte Herr Kiefer interessante Informationen zu den Tieren und deren Arbeit weitergeben.

Während des gesamten Rundgangs standen Herr Kiefer und Dr. Bernd für Fragen zur Verfügung.

Im Anschluss an den Rundgang und zum Abschluss der Veranstaltung lud die Stiftung noch zu Bratwurst und Kaltgetränken ein.

Der ganze Tag verlief in einer sehr entspannten Atmosphäre und schien allen Beteiligten sehr viel Spaß zu machen.

Hier einige Eindrücke der Veranstaltung:

Weitere Beiträge wurden durch die Klimapatinnen in Facebook und Instagram bereitgestellt:

https://www.instagram.com/reel/DJyYKK1ouSC/?igsh=dHFtN3E3d2I5b2Q4

Und auch bei Facebook:

https://www.facebook.com/share/r/1ERZ5MGvQv

Exotischer Grasfrosch auf dem Vormarsch

Artikel Saarbrücker Zeitung, lesen Sie hier: Exotischer Grasfrosch...

Grasfrösche fühlen sich wohl

Auf dem Stiftungsgelände fühlen sich die Grasfrösche heimisch.

Bei einem abendlichen Rundgang auf dem Stiftungsgelände konnte dieses Pärchen entdeckt werden.

Im angelegten Teich der Stiftung sorgten sie für Nachwuchs, der Laich ist großzügig angelegt.

Der Grasfrosch (Rana temporaria)

Der Grasfrosch ist eine der bekanntesten heimischen Amphibienarten und ein typischer Frühlingsbote. Mit seiner bräunlichen bis olivgrünen Färbung, dunklen Flecken und kräftigen Sprungbeinen ist er gut an ein Leben im feuchten Umfeld angepasst.

Verbreitung & Lebensraum

Grasfrösche sind in fast ganz Europa verbreitet – von Irland bis Russland und von Südeuropa bis in den hohen Norden. In Deutschland sind sie nahezu überall anzutreffen, sogar in höheren Lagen bis 2.500 Meter. Als Lebensraum bevorzugen sie feuchte Wiesen, Wälder, Moore und naturnahe Gärten. Wichtig ist die Nähe zu einem Gewässer, in das sie zur Laichzeit zurückkehren.

Fortpflanzung

Im zeitigen Frühjahr – meist im März – beginnt die Laichzeit. Dann wandern die Frösche zu ihren Geburtsgewässern. Die Weibchen legen dort große Laichballen mit mehreren Hundert bis über 2.000 Eiern ab. Innerhalb weniger Wochen schlüpfen Kaulquappen, aus denen sich über den Sommer junge Frösche entwickeln.

Gefährdung & Schutz

Trotz ihrer weiten Verbreitung sind Grasfrösche bedroht – vor allem durch den Verlust geeigneter Lebensräume, Straßenverkehr während der Laichwanderung und Pestizide.

In Deutschland stehen Grasfrösche unter besonderem Schutz (Bundesnaturschutzgesetz) und sind nach Anhang V der FFH-Richtlinie geschützt. Zahlreiche Schutzmaßnahmen – wie Amphibienschutzzäune oder Biotopvernetzungen – helfen, die Population zu erhalten.

Quellenangaben:
1. Bundesamt für Naturschutz (BfN):
Artsteckbrief Rana temporaria
www.bfn.de
2. Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW):
Arteninformationen Amphibien – Grasfrosch
www.lubw.baden-wuerttemberg.de
3. NABU – Naturschutzbund Deutschland e. V.:
Steckbrief Grasfrosch: Lebensweise, Schutz, Gefährdung
www.nabu.de
4. Rote Liste der gefährdeten Arten Deutschlands (Amphibien):
Hrsg. Bundesamt für Naturschutz (BfN) – aktuelle Rote Liste
www.rote-liste-zentrum.de
5. FFH-Richtlinie (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU):
Anhang V – Geschützte Arten von gemeinschaftlichem Interesse
eur-lex.europa.eu

2. Internationales Jugendworkcamp im Itzbachtal

Schutz und Erhalt der Biodiversität

Nach dem erfolgreichen Jugendworkcamp 2022, bei dem eine neue Heimat für die heimische Eidechsenpopulation geschaffen wurde, geht das Engagement in diesem Jahr weiter. Diesmal liegt der Fokus auf dem Schutz und der Erhaltung bedrohter Amphibienarten. Dabei setzen die Teilnehmenden ein konkretes Artenschutzprojekt um.

Ein Zuhause für bedrohte Amphibien schaffen

Amphibien gehören zu den am stärksten gefährdeten heimischen Tiergruppen. Von den 20 in Deutschland vorkommenden Arten sind laut Roter Liste nur sechs nicht bedroht. In vielen Regionen sind einzelne Arten bereits verschwunden. Um ihren Fortbestand zu sichern, reicht es nicht aus, natürliche Lebensräume zu schützen. Deshalb gewinnen Erhaltungszuchten zunehmend an Bedeutung. Sie ermöglichen es, bedrohte Arten in kontrollierter Umgebung zu halten und gezielt für Wiederansiedlungsprojekte zu vermehren.

Das Projekt: Bau eines Freilandterrariums

Ein großzügiges Freilandterrarium bietet optimale Bedingungen für eine naturnahe Haltung bedrohter Amphibien. Dort sind die Tiere den natürlichen Witterungsverhältnissen ausgesetzt, jedoch gleichzeitig vor Fressfeinden geschützt. Um eine realistische Umgebung zu schaffen, werden verschiedene Lebensbereiche integriert:

• Sommerlebensraum mit Sonnenplätzen und Verstecken

• Reproduktionsgewässer für die Fortpflanzung

• Hibernationsquartier für die Winterruhe

Zusätzlich erhält die Anlage eine artgerechte Gestaltung mit geeigneter Vegetation sowie Steinlagen, Trockenmauern, Holzhaufen und Wurzelstöcken. Diese Strukturen bieten Versteckmöglichkeiten und schaffen ideale Bedingungen für die Zielarten: Gelbbauchunke, Laubfrosch und Geburtshelferkröte.

Gemeinsam für den Artenschutz arbeiten

Unter fachkundiger Anleitung errichten die Teilnehmenden ein über 200 m² großes Freilandterrarium. Besonders wichtig ist dabei die Gestaltung des Innenraums. Gemeinsam wird geplant, modelliert und mit natürlichen Strukturen ausgestattet. Sobald das Gelände fertiggestellt ist, können die ersten Amphibien in ihr neues Zuhause einziehen.

Durch dieses Projekt leisten die Teilnehmenden einen wertvollen Beitrag zum Schutz bedrohter Arten. Gleichzeitig sammeln sie praktische Erfahrungen im Artenschutz und erleben, wie durch gemeinsames Handeln ein nachhaltiger Lebensraum entsteht.

Weitere Infos und die Anmeldung zum Workcamp über die Webseite der IJGD

IJGD - Internationale Jugendgemeinschaft

Lurchi unterwegs

Erster Feuersalamander für 2025 gesichtet

Im Itzbachtal, im Bereich der Wassertrete, wurde der erste Feuersalamander für 2025 angetroffen.

Feuersalamander Itzbachtal

Der Feuersalamander (Salamandra salamandra) ist eine auffällig schwarz-gelb gefärbte Amphibienart, die bevorzugt in feuchten, waldreichen Gebieten Europas lebt. In Deutschland ist er vor allem in den Mittelgebirgen West-, Mittel- und Südwestdeutschlands verbreitet. Im Saarland ist der Feuersalamander oberhalb von 200 Metern weit verbreitet und gilt als ungefährdet.  Dennoch können lokale Gefährdungen durch Lebensraumverlust, Straßenverkehr und den eingeschleppten Hautpilz Batrachochytrium salamandrivorans auftreten.