Nach dem erfolgreichen Jugendworkcamp 2022, bei dem eine neue Heimat für die heimische Eidechsenpopulation geschaffen wurde, geht das Engagement in diesem Jahr weiter. Diesmal liegt der Fokus auf dem Schutz und der Erhaltung bedrohter Amphibienarten. Dabei setzen die Teilnehmenden ein konkretes Artenschutzprojekt um.
Amphibien gehören zu den am stärksten gefährdeten heimischen Tiergruppen. Von den 20 in Deutschland vorkommenden Arten sind laut Roter Liste nur sechs nicht bedroht. In vielen Regionen sind einzelne Arten bereits verschwunden. Um ihren Fortbestand zu sichern, reicht es nicht aus, natürliche Lebensräume zu schützen. Deshalb gewinnen Erhaltungszuchten zunehmend an Bedeutung. Sie ermöglichen es, bedrohte Arten in kontrollierter Umgebung zu halten und gezielt für Wiederansiedlungsprojekte zu vermehren.
Ein großzügiges Freilandterrarium bietet optimale Bedingungen für eine naturnahe Haltung bedrohter Amphibien. Dort sind die Tiere den natürlichen Witterungsverhältnissen ausgesetzt, jedoch gleichzeitig vor Fressfeinden geschützt. Um eine realistische Umgebung zu schaffen, werden verschiedene Lebensbereiche integriert:
• Sommerlebensraum mit Sonnenplätzen und Verstecken
• Reproduktionsgewässer für die Fortpflanzung
• Hibernationsquartier für die Winterruhe
Zusätzlich erhält die Anlage eine artgerechte Gestaltung mit geeigneter Vegetation sowie Steinlagen, Trockenmauern, Holzhaufen und Wurzelstöcken. Diese Strukturen bieten Versteckmöglichkeiten und schaffen ideale Bedingungen für die Zielarten: Gelbbauchunke, Laubfrosch und Geburtshelferkröte.
Unter fachkundiger Anleitung errichten die Teilnehmenden ein über 200 m² großes Freilandterrarium. Besonders wichtig ist dabei die Gestaltung des Innenraums. Gemeinsam wird geplant, modelliert und mit natürlichen Strukturen ausgestattet. Sobald das Gelände fertiggestellt ist, können die ersten Amphibien in ihr neues Zuhause einziehen.
Durch dieses Projekt leisten die Teilnehmenden einen wertvollen Beitrag zum Schutz bedrohter Arten. Gleichzeitig sammeln sie praktische Erfahrungen im Artenschutz und erleben, wie durch gemeinsames Handeln ein nachhaltiger Lebensraum entsteht.
Weitere Infos und die Anmeldung zum Workcamp über die Webseite der IJGD
Im Itzbachtal, im Bereich der Wassertrete, wurde der erste Feuersalamander für 2025 angetroffen.
Der Feuersalamander (Salamandra salamandra) ist eine auffällig schwarz-gelb gefärbte Amphibienart, die bevorzugt in feuchten, waldreichen Gebieten Europas lebt. In Deutschland ist er vor allem in den Mittelgebirgen West-, Mittel- und Südwestdeutschlands verbreitet. Im Saarland ist der Feuersalamander oberhalb von 200 Metern weit verbreitet und gilt als ungefährdet. Dennoch können lokale Gefährdungen durch Lebensraumverlust, Straßenverkehr und den eingeschleppten Hautpilz Batrachochytrium salamandrivorans auftreten.
In Frankreich wird das „Volontariat Écologique Franco-Allemand“, der Deutsch-Französische Freiwilligendienst, durch den Verein CIFÉE (Collectivité | Interculturalité | Formation | Échange | Engagement) organisiert und begleitet.
CIFÉE steht für „Collectivité-Interculturalité-Formation-Échange-Engagement“. Die Vereinigung unterstützt junge Menschen bei der Bewerbung für das Programm, zum Beispiel bei der Suche nach einer geeigneten Einrichtung.
Das Volontariat ist in drei Bereiche strukturiert,
Für den Bereich Natur- und Umweltschutz wurde die Karsten-Nendel-Stiftung jetzt auch durch die CIFÉE als Einsatzstelle gelistet. Die Beschreibung ist hier zu finden.
Somit können jetzt auch unsere französischen Nachbarn ihr FÖJ in Siersburg ableisten.
Die Wildbienen sind schon schwer aktiv und sorgen für Nachwuchs. Jetzt wird es auch Zeit nach den eigenen Honigbienen zu sehen.
Wenn die Temperaturen steigen, beginnt für Imker eine wichtige Phase: die Frühjahrsarbeiten an den Bienenvölkern. Die Karsten-Nendel-Stiftung engagiert sich für den Schutz der Honigbiene und der europäischen dunklen Biene. Ein sorgfältiger Start in die Saison stärkt die Völker und sichert eine erfolgreiche Entwicklung.
Bienenvölker durchsehen und einschätzen
Sobald es dauerhaft wärmer als 10 °C ist, folgt die erste Kontrolle. Imker prüfen, ob das Volk stark genug für das Frühjahr ist. Sie begutachten den Futtervorrat und entscheiden, ob eine Zufütterung nötig ist. Auch die Königin muss aktiv sein und ein gesundes Brutnest anlegen.
Bruträume reinigen und vorbereiten
Nach der Winterpause brauchen die Beuten Pflege. Alte, unbrauchbare Waben werden entfernt, damit Platz für frische Brut entsteht. Eine gründliche Reinigung der Böden verhindert Feuchtigkeit und Schimmel.
Platz für das Wachstum schaffen
Mit dem Anstieg der Bienenpopulation steigt der Platzbedarf. Je nach Entwicklung des Volkes erweitern Imker den Brutraum mit zusätzlichen Waben oder einer weiteren Zarge.
Varroakontrolle nicht vergessen
Schon im Frühjahr ist eine erste Kontrolle auf Varroamilben wichtig. Eine frühzeitige Diagnose hilft, den Befallsgrad einzuschätzen und gezielt zu handeln.
Gezielte Frühjahrsarbeiten sorgen für starke, gesunde Bienenvölker. Die Karsten-Nendel-Stiftung setzt auf nachhaltige Imkerei und schützt die europäische dunkle Biene. Gesunde Bienen sind unverzichtbar für die Natur – ihr Erhalt sichert die Bestäubung vieler Pflanzen.
Und nach der Arbeit, darf man sich bei „Freunden“ auch mal ausruhen 😉
Baumpflanzaktion für Natur und Artenvielfalt
Im Rahmen einer großangelegten Pflanzaktion hat die Karsten-Nendel-Stiftung zahlreiche Bäume und Sträucher gesetzt. Neben 30 hochstämmigen Obstbäumen, darunter Mirabellen und Reineclauden (Renekloden), wurden mehrere Hundert Schwarzdorn (Schlehen) und Weißdorn sowie 50 Haselnussbäume gepflanzt. Diese Gehölze leisten einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt, indem sie Insekten, Vögeln und anderen Tieren Nahrung und Schutz bieten.
Haselnuss (Corylus avellana)
Die Haselnuss blüht bereits im Februar und März und ist eine wertvolle erste Nahrungsquelle für Bienen und Hummelköniginnen. Ihre Nüsse reifen im Herbst und bieten Wildtieren wie Eichhörnchen und Vögeln reichlich Energie. Auch für den Menschen sind Haselnüsse ein nährstoffreicher Genuss.
Schwarzdorn (Prunus spinosa)
Schon im März und April, oft noch vor dem Blattaustrieb, trägt der Schwarzdorn seine weißen Blüten. Er zählt zu den wichtigsten Frühblühern für bestäubende Insekten. Seine tiefblauen Schlehenfrüchte sind im Herbst eine wertvolle Nahrungsquelle für Vögel und können nach dem ersten Frost zu Marmeladen oder Likör verarbeitet werden.
Mirabelle (Prunus domestica subsp. syriaca) & Reineclaude (Prunus domestica subsp. italica)
Beide Obstbäume blühen von April bis Mai und locken zahlreiche Bienen an. Ihre süßen Früchte reifen im Sommer und sind nicht nur für den Menschen eine Delikatesse, sondern auch bei Vögeln beliebt.
Weißdorn (Crataegus)
Die zarten Blüten des Weißdorns erscheinen im Mai und Juni und sind besonders bienenfreundlich. Im Herbst bilden sich leuchtend rote Früchte, die vielen Vogelarten als Nahrung dienen. Weißdorn ist zudem für seine heilenden Eigenschaften bekannt und wird traditionell in der Pflanzenheilkunde verwendet.
Mit dieser Pflanzaktion schafft die Karsten-Nendel-Stiftung wertvollen Lebensraum für Insekten, Vögel und Wildtiere. Gleichzeitig bereichern die Gehölze die Landschaft und liefern gesunde Früchte für den Menschen.