Pressemitteilung zum Workcamp 2025

Amtsblatt der Gemeinde Rehlingen-Siersburg, Wittlich Verlag
Ausgabe 29/2025, S. 12

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Infoveranstaltung Stiftungsarbeit

Begehung im Itzbachtal

Am 17. Mai 2025 um 10:00 Uhr luden die Klimapatinnen der Gemeinde Rehlingen-Siersburg (KlikKS), zu einer Begehung im Itzbachtal, bei der Karsten-Nendel-Stiftung ein.

Insgesamt nahmen mehr als 30 Interessierte an der Veranstaltung teil.

In der Eröffnung wurde die Geschichte des Itzbachtales, sowohl kulturhistorisch als auch in botanischer Sicht, einprägend dargestellt. Im Anschluss wurde den Interessierten die Arbeit der Stiftung, sowohl in Itzbach, aber auch am Projektstandort Linum erläutert.

Als weiterer Gast war Herr Dr. Christoph Bernd, vom Büro für Freilandforschungen, eingeladen.
Dr. Bernd ist der Experte für Artenschutz und Umweltbildung, der die Stiftung bereits beim 1. internationalen Workcamp zur Einrichtung des Eidechsenlebensraumes beriet.

Auch beim 2. Workcamp in diesem Jahr, das den Interessierten vorgestellt wurde, steht Herr Dr. Bernd planerisch und beratend zur Seite. Weiter gab er einen Überblick über die im Projektgebiet Itzbachtal dokumentierten, stark bedrohten Amphibien.

Im Anschluss an die Einführung führte Andreas Kiefer alle über das Gelände der Stiftung und stellte einige Areale genauer vor, zudem konnten die hauseigenen Ziegen und Schafen der Stiftung gestreichelt werden. Auch hier konnte Herr Kiefer interessante Informationen zu den Tieren und deren Arbeit weitergeben.

Während des gesamten Rundgangs standen Herr Kiefer und Dr. Bernd für Fragen zur Verfügung, was ausgiebig genutzt wurde.

Im Anschluss an den Rundgang und zum Abschluss der Veranstaltung lud die Stiftung noch zu Bratwurst und Kaltgetränken ein.

Der ganze Tag verlief in einer sehr entspannten Atmosphäre und schien allen Beteiligten sehr viel Spaß zu machen.

Hier einige Eindrücke der Veranstaltung:

Weitere Beiträge wurden durch die Klimapatinnen in Facebook und Instagram bereitgestellt:

https://www.instagram.com/reel/DJyYKK1ouSC/?igsh=dHFtN3E3d2I5b2Q4

Und auch bei Facebook:

https://www.facebook.com/share/r/1ERZ5MGvQv

Weitere Fotos, bereitgestellt durch Bruno Dewald, Photo-Phant:

Exotischer Grasfrosch auf dem Vormarsch

Artikel Saarbrücker Zeitung, lesen Sie hier: Exotischer Grasfrosch...

Grasfrösche fühlen sich wohl

Auf dem Stiftungsgelände fühlen sich die Grasfrösche heimisch.

Bei einem abendlichen Rundgang auf dem Stiftungsgelände konnte dieses Pärchen entdeckt werden.

Im angelegten Teich der Stiftung sorgten sie für Nachwuchs, der Laich ist großzügig angelegt.

Der Grasfrosch (Rana temporaria)

Der Grasfrosch ist eine der bekanntesten heimischen Amphibienarten und ein typischer Frühlingsbote. Mit seiner bräunlichen bis olivgrünen Färbung, dunklen Flecken und kräftigen Sprungbeinen ist er gut an ein Leben im feuchten Umfeld angepasst.

Verbreitung & Lebensraum

Grasfrösche sind in fast ganz Europa verbreitet – von Irland bis Russland und von Südeuropa bis in den hohen Norden. In Deutschland sind sie nahezu überall anzutreffen, sogar in höheren Lagen bis 2.500 Meter. Als Lebensraum bevorzugen sie feuchte Wiesen, Wälder, Moore und naturnahe Gärten. Wichtig ist die Nähe zu einem Gewässer, in das sie zur Laichzeit zurückkehren.

Fortpflanzung

Im zeitigen Frühjahr – meist im März – beginnt die Laichzeit. Dann wandern die Frösche zu ihren Geburtsgewässern. Die Weibchen legen dort große Laichballen mit mehreren Hundert bis über 2.000 Eiern ab. Innerhalb weniger Wochen schlüpfen Kaulquappen, aus denen sich über den Sommer junge Frösche entwickeln.

Gefährdung & Schutz

Trotz ihrer weiten Verbreitung sind Grasfrösche bedroht – vor allem durch den Verlust geeigneter Lebensräume, Straßenverkehr während der Laichwanderung und Pestizide.

In Deutschland stehen Grasfrösche unter besonderem Schutz (Bundesnaturschutzgesetz) und sind nach Anhang V der FFH-Richtlinie geschützt. Zahlreiche Schutzmaßnahmen – wie Amphibienschutzzäune oder Biotopvernetzungen – helfen, die Population zu erhalten.

Quellenangaben:
1. Bundesamt für Naturschutz (BfN):
Artsteckbrief Rana temporaria
www.bfn.de
2. Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW):
Arteninformationen Amphibien – Grasfrosch
www.lubw.baden-wuerttemberg.de
3. NABU – Naturschutzbund Deutschland e. V.:
Steckbrief Grasfrosch: Lebensweise, Schutz, Gefährdung
www.nabu.de
4. Rote Liste der gefährdeten Arten Deutschlands (Amphibien):
Hrsg. Bundesamt für Naturschutz (BfN) – aktuelle Rote Liste
www.rote-liste-zentrum.de
5. FFH-Richtlinie (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU):
Anhang V – Geschützte Arten von gemeinschaftlichem Interesse
eur-lex.europa.eu